Sättel

Anatomie und Sattellage

Der Rücken Ihres Pferdes ist entscheidend.
Wählen Sie das Sattelmodell erst nach dem Rückentyp und dann nach Ihrem persönlichen Geschmack.

Pferderuecken

Durch die vielen Islandpferde, die uns in den letzten Jahren zum Korrekturberitt gebracht wurden, konnten wir zweifelsfrei nachweisen, dass 95 % dieser Pferde nur auf Grund falscher Sättel Gangprobleme hatten oder Verhaltensauffälligkeiten zeigten. Sogar Beulen und mit Flüssigkeit gefüllte Verdickungen über den Lendenwirbeln ließen sich darauf zurück führen.
Wurden diese Pferde ohne Sattel geritten, waren die Probleme meist nicht mehr vorhanden.

Daher haben wir in Zusammenarbeit mit Osteopathen dir Rückenstruktur des Islandpferdes einmal vermessen und Sättel entwickelt, die den individuell unterschiedlichen Rücken entsprechen.

Anatomie2

Aus der Darstellung ist eindeutig die richtige Sattellage zu erkennen. Durch den weiter hinten beginnenden Halsansatz als beim Großpferd und die etwas größere Schulter ist der Auflagepunkt „Widerrist“ und die Schulterfreiheit ein großes Problem vieler Sättel. Der so genannte „Massenschwerpunkt“ oder die „Tragkennlinie“ liegt im Bereich des 14./15. Brustwirbels. 55 – 60 % des Schwerpunktes liegen beim Pferd auf der Vorhand, ca. 40 – 45 % auf der Hinterhand (Forschung: Prof. Dr. Bodo Hertsch; Vermessung beim Islandpferd Stamm).
Daher ist aus physiologischer und anatomischer Sicht unbedingt darauf zu achten, dass das Reitergewicht möglichst auf der Tragkennlinie ruht (14. – 15. Wirbel).
Die vordere Auflage muss am fühlbaren Schulterblatt beim angehobenen Vorderbein noch mindestens 1- 2 Finger breit Platz haben. Es muss unbedingt auf das Schweißblatt des Sattels geachtet werden!

Beachten Sie: Auflagen nie weiter hinten als 18. Brustwirbel und der Sitzschwerpunkt über dem 14./15. Brustwirbel.
Im Zweifel gilt: Äußerster Punkt des Rippenbogens nach oben und ca. 8 cm nach vorne messen!