Wir kommen direkt zu Ihrem Pferd!

Ablauf der Sattelanpassung
1. Gesamteindruck und Entwicklungsstand des Pferdes
Zu Beginn machen wir uns erst einmal ein grundlegendes Bild von Pferd und Reiter. Im Gespräch mit Ihnen erfahren wir die wichtigsten Rahmendaten. Die entscheidenden Fragen sind:

- Welche Rückenform hat Ihr Pferd (gerade, gesenkt oder überbautes Pferd)?
- Wie alt ist Ihr Pferd?
- In welchem Futterzustand befindet sich das Pferd?
- Wie sind der Entwicklungsstand und der Aufbau der Muskulatur?
- Gibt es Probleme beim Reiten?
- Was sind Ihre persönlichen Reitziele?
- Sind Sie Sport- oder Freizeitreiter?
2. Ausmessen von Schulterpartie und Rückenlänge
Hier bestimmen wir die optimale Tragefläche Ihres Pferdes. Wir messen also genau den Teil des Rückens aus, auf dem der Sattel aus tiermedizinischer Sicht aufliegen soll.
2.1. Vorderer Anlagepunkt

- Wir simulieren die Vorhandbewegung Ihres Pferdes, um sein Schulterblatt zu ertasten.
- Vom Widerrist ausgehend fällen wir hinter dem Schulterblatt ein Lot und fixieren es mit Klebeband. Diese markierte Linie ist die vordere Grenze, bis zu der die Blätter des Sattels anliegen dürfen.
- Ideal sind Sättel mit zurück geschnittenem Schweißblatt, da diese die Schulter des Pferdes nicht blockieren und dennoch direkt am Widerrist angelegt werden können.
2.2. Maximale Auflagefläche – bis zum 18. Brustwirbel

- Wir ertasten vorsichtig den letzten Rippenbogen.
- Per Faustregel gehen wir 8 cm in Richtung Widerrist und markieren dort den 18. Brustwirbel mit Klebeband.
- Wichtig: Die vorhandene Tragefläche möchten wir vollständig ausnutzen, damit der Druck pro cm² Pferderücken so gering wie möglich ist!
3. Ermittlung der Kammerweite

- Die Kammerweite des Pferdes bestimmen wir millimetergenau mit einem Kammerweitenmesser.
- Anhand der Kammerweite können wir den genau den passenden Sattel für Ihr Pferd auswählen.
- Wichtig: Der Sattel wird nicht mit einer engen Kammer zum Liegen gebracht – dies würde zur Atrophie des Trapezmuskels führen!
4. Überprüfung der Sattellage und Probereiten

- Der Sattel darf weder nach vorne noch nach hinten rutschen und der Sitzschwerpunkt des Reiters muss genau in der Sattelmitte sein.
- Damit erreicht man die optimale Ausnutzung der Brückenfunktion der Wirbelsäule.
- Wichtig: Ist der Sitzschwerpunkt zu weit hinten, steigt der Druck auf dem hinteren Teil der Auflagefläche – mit der Gefahr von Muskeldellen!

- Probe geritten wird immer ohne Satteldecke, um die Lage des Sattels auf Grund der Fellabdrücke nach dem Reiten besser beurteilen zu können. Verteilen die Sattelkissen den Druck nicht gleichmäßig droht Ihrem Pferd Satteldruck.
- Der Sattel muss auch in der Bewegung (besonders im Trab) gleichmäßig auf dem Rücken Ihres Pferdes liegen und nicht „kippeln“.
- Das Schweißblatt des Sattels darf nicht über die Schulter rutschten.
Mit Ihrem neuen PS-Sattel können Sie sofort losreiten.
Rechnung und Kaufvertrag stellen wir Ihnen direkt vor Ort aus.
Sie können bequem per EC-Karte bezahlen.
Eine Kostenpauschale von 90 € für Anreise (40 €) und Anprobe (50 €) wird lediglich fällig, sofern der Kauf nicht zustande kommt. Innerhalb eines halben Jahres nach Vertragsabschluss ist eine Nachkontrolle und Neueinstellung des Sattels für 50 € möglich. Danach berechnen wir ebenfalls eine Pauschale von 90 €.
Die Kostenpauschale für Kunden in Österreich und der Schweiz beträgt aufgrund der längeren Anreise 200 €.
Schauen Sie sich auch unsere Videos zur Sattelanpassung und zum Probereiten an.
PS-Service
Wir bieten Ihnen auch für die Zeit nach dem Sattelkauf einen Rundumservice!
- Beipolstern 100,- €
- Neupolstern 150,- €
- Strumpfen umnähen 20,- €
- Kissenumbau (alle Größen) 300,- €
- Kammerweiteneinstellung 50,- €
- Kontrolle 50,- €
Alle Preise verstehen sich inklusive MwSt. und zuzüglich Versand.
Für die Anfahrt berechnen wir eine Pauschale von 40 Euro.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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